Pachtverhältnisse ab 1914

1914 - 1932 Neuverpachtung an Julius Meyer ( Pachtvertrag vom 15/29.7.1913 ). Schon 1 Jahr nach Abschluß des Pachtvertrages ging die Pacht auf Gustav Woelcke über ( Vertrag vom 23.6.1914 )

1925: Zession an Richard Zwies ( Nachvertrag vom 15/21.9.1925. Da Zwies in Konkurs geriet wurde der Pachtvertrag im Jahre 1927 gekündigt.

1927 - 1945 Neuverpachtung an die Brüder Cornelius und Martin Hensen ( Pachtvertrag vom 12.7/4.8.1927 )

1934: Infolge eines Konkursverfahrens wurde das Pachtverhältnis mit MArtin Hensen gelöst ( Nachtrag vom 10.10.1934 )

1938-1950 Verlängerung des Pachtvertrages mit Cornelius Hensen ( Nachtragsvertrag vom 7.1.1938 )

1944: Der Schwiegersohn Karl nSchuhmacher wurde Mitpächter ( Nachtragsvertrag vom 12.11.44 )

Für 1950-1968 Wiederverpachtung an Hensen und schuhmacher ( Pachtvertrag vom 21.7.1950 )

1955: Tod Cornelius Hensens. Der Erb- und Erbverzichtsvertrag vom 20.2.1950 verpflichtete die Alleinerbin, Tochter Johanna Schuhmacher, aus dem Pachtvertrag auszuscheiden und Karl Schuhmacher entschädigungslos den Alleinbesitz einzuräumen. Der Nachtragsvertragvom 5.5.1955 und 25.1.1956 regelte die Pachtfortsetzung.

1964: Tod des Karl Schuhmacher. Die Witwe setzt die Pacht zunächst fort.

1965- 1983 Zession an Johannes Ziemer ( Zessionsvertrag vom 22.5.1965 und Neuverpachtung ( Pachtvertrag vom 26.7/2.8.1965 )

1983- 2001 Verpachtung an den Sohn Peter Ziemer ( Pachtvertrag vom 23.3.1983 ) Johannes Ziemer starb 1986.

2001- Heute Zession an Burchhard Wecken, bis dahin Pächter der Domäne Stolzenau bei Nienburg.

Wenn Sie weitere Details Fragen wenden Sie sich gerne an mich.

Wenn Sie weitere Details wissen, lasenn sie es mich auch wissen. Habe sie eine Geschichte, Begebenheit, Dokumente? Ich bin daran Interessiert.

 

Domänenpächter der Domäne Heidbrink ab 1900

Hermann Bruer, von 1896 - 1905, zediert an Friedrich Lanbach, Nettelrede am Deister bis 1914 als Königlicher Oberamtmann befördert; bei der Neuverpachtung gab Herr Lanbach kein Gebot ab. Es bot und pachtete:

Wilhelm Meyer, Hofbesitzer in Schöbbl/(anm.- vieleicht Wöbbel?-Red) in Lippe, der aber nach einem viertel Jahr, am 1.7.1914 an Herrn Gustav Wölke zedierte. Herr Woelke kam aus Dedeleben/Halberstadt und wurde aufgrund des Krigsausbruches sofort nach seiner Kriegstrauung zum Wehrdienst bei einer Maschienengewehrskompanie im August 1914 eingezogen. Am dritten Tag der Mobilmachung rückte er ins Feld. Nach längerem Frontdienst wurde er in die Heimat, in die Maschienenausbildungskompanie nach Neustatt am Rübengebirge versetzt. Folglich war es ihm nun möglich, seinen Betrieb besser zu beaufsichtigen. Vom Mobilmachungstage an wurde mein Vater mit der fFührung als Hofmeister von Herrn Wölke betraut. Er mußte täglich von der 1000 Morgen großen Domäne Bericht erstatten und durch Frau Wölke ihm ins Feld leiten.

Unter Hern Wölke wurde durch eine eigene Windturbine eigener Strom erzeugt, die er auf eigene Rechnug erstellt hatte. Diese Anlagen wurden nicht von der Regierung anerkannt, er mußte sie darum nach seiner Abgabe zurücklassen, da diese nicht von seinem Nachfolger übernommen wurden.

Am 1.7.1925 zedierte Herr Wölke an Richard Zwies, der in der Quendlinburger Gegend seinen Hof verkauft hatte. Da Herr Zwies den Anforderungen des Hofes nicht genügen konnte, ließ er sich von seinem Inspektor einwickeln, woraufhin es zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch kam. Jetzt wollte Her Wölke die Domäne wieder weiterführen, was jedoch die Regierung nicht zuließ, anstattdessensetzte sie einen Sequester bis zur Neuverpachtung ein.

1927 erfolgte die Neuverpachtung an die Brüder Hensen, die aus der Kölner gegend stammten. Nach einigen Jahren schied Martin Hensen aus wirtschaftlichen Schwierigkeiten wieder aus.  Die verschlechterung der wirtschaftlichen Lage führte 1933 zur verkleinerung der Domäne auf 600 Morgen. Wovon 400 Morgen an die Gemeinde Polle und Brevörde abgetrennt wurden, auch der Schäfereihof entstand zu dieser Zeit als Selbständige Pachtung. Dem Pächter selbst wurde durch Pachtvergünstigungen (1933-1938) wieder auf die Beine geholfen, so kam es zu einer baldigen wirtschaftlichen Besserstellung der innerberieblichen Verhältnisse.

Da Her Hensen stark leident war, sah er sich gezwungen den Betrieb an seinen aus dem Krieg zurückgekerten Schwiegersohn Karl Schuhmacher zu übergeben. An dieser Stelle muß betont werden, das die Domäbne unter seiner Führung einen wirtschaftlichen Höhepunkt erlangte. Leider raffte ihn eine schwere Krankheit auf dem Höhepunkt seines Schaffens dahin.

Während eines Jahres übernahm Frau Schuhmacher unter untrestützung eines tüchtigen Verwalters die Führung des Betriebes. Aus familiären Gründen entschloß sie sich dann jedoch die Domäne abzugeben, was zur Neuverpachtung an Herrn Ziemer, dem jetzigen Domänenpächter, führte. Aus Altersgründen des Pächters des Schäfereihofes Friedrich Drüke, und wegen des fehlens eines Nachfolgers für den genannten Betrieb, ging die Verpachtung 1968 wieder an die Domäne Heidbrink zurück, da der wirkliche Nachfolger 1943 bei Stalingrad verschollen ist und die Töchter kein Intresse zur weiterführung des Betriebes bezeugten.

Nachtrag:  Nach 1925 kam es zum Prozeß zwischen Herrn Wölke und der Regierung wegen der Nichtübernahme der Lichtanlage. Nach dem ersten Durchgang wurde die Anlage für in Ordnung befunden, doch bei Einspruch der Regierung wurden dem selbigen Sachverständigen Mängel in verschiedenen Leitungen festgestellt, woraufhin Herr Wölke den Prozess verlor und die Anlage nebst Windturbine verschrotten mußte. Herr Wölke wurde dadurch ein armer Mann. Schon in Hensens Zeiten hatte die Regierung veranlasst dddie nötigen Leitungen für die Strom und Wasserleitung durch die Weser zu legen.

Diesen Bericht erhielt ich 1991 von der alten Frau Ziemer.- Georg Petau

Ferner einen Zeitungsartikel von 1984 " Die Verlegung des Amtshaushaltes von der Poller Burg und die Bildung einer Domäne auf dem Heidbrink" - Der Artikel befasst sich mit der Geschichte ab 1600 und kann eingesehen werden.